Weitere Schritte gegen Fluglärm angemahnt!

Nach dem Desaster beim Bau des BBI hat das Thema Fluglärm über Strausberg
– ausgehend von Schönefeld – etwas an Aktualität verloren. Das Stadtgebiet bleibt vorerst weitgehend von Überflügen von Passagiermaschinen verschont.
Ganz anders sieht es dagegen mit der Belastung durch Fluglärm vom Strausberger Flugplatz aus. Die hier bisher erzielten Ergebnisse der Lärmminderung sind kaum wahrnehmbar und bleiben weit hinter den Erwartungen der Betroffenen zurück. Dass es auch anders geht, haben die Stadtverordneten Ende des Jahres bewiesen.

Nach Beschluss Nr. 42/500/2012 zur Vermeidung von Fluglärm und Schadstoffbelastung, lehnt die Stadt Strausberg mit 24 Stimmen (alle SV) Landeanflüge auf den Flughafen BER über Strausberg und die umgebende Region ab.

Dieses Votum erstaunt, wurden doch bisher Wirtschaftlichkeit und Arbeitsplätze im Luftverkehr höher bewertet, als Lärmschutz und Lebensqualität für die Bürger.

Gleiches Arrangement erwarten die Fluglärmbetroffenen nun auch von den Entscheidungsträgern, um den regional erzeugten Fluglärm einzudämmen!

Zumal davon auszugehen ist, dass der Flughafen BBI der Region ungleich mehr Arbeitsplätze bringt, als der stadteigene Landeplatz. Die bisherigen Bemühungen, die Lärmbelastung durch Kleinflugzeuge im Umland zu verringern, beschränken sich auf Lippenbekenntnisse und auf die Freiwilligkeit der Piloten. Die Bitte der Flugplatzbetreiberin, Platzrundenflüge in den sensiblen Zeiten auf ein unbedingt notwendiges Maß zu beschränken, findet immer weniger Beachtung. Dieses uneinsichtige und überhebliche Verhalten einiger Flugschulen und Hobbypiloten macht weitere Maßnahmen zwingend erforderlich, um das Umland des Platzes an den Wochenenden nicht völlig verlärmen zu lassen.
Der Verein gegen Fluglärm hat bei einem Treffen mit dem Geschäftsführer des VLP sowie der Bürgermeisterin im November 2012 konkrete Schritte zum Schutz der Bürger gegen Fluglärm eingefordert. Als Maßnahmen wurden die Einführung erhöhter Landeentgelte sowie ein Platzrundenverbot in den sensiblen Zeiten verlangt, um eine wirksame Verringerung des Fluglärms zu erreichen.
Da beide Maßnahmen weder dem von der Stadt favorisierten Geschäftsflugverkehr, noch der Betriebspflicht des Landeplatzes entgegenstehen und inzwischen ein halbes Jahr zur Prüfung vergangen ist, fordert der Verein nunmehr eine zeitnahe Umsetzung.

Durch eine weitgehende Ruhe an den Wochenende-Nachmittagen, würde Strausberg als Wohn-, Touristik- und Erholungsstandort stark an Attraktivität gewinnen.

Strausberg, den 02.05.2013
Der Vorstand

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