Finanzierung der Strausberger Eisenbahn nicht mehr gesichert?

Wer das Geld sucht, dass für den Betrieb der Straßenbahn fehlt, sollte sich die Finanzierung des Strausberger Flugplatzes genauer anschauen. Dieser erhält seit seiner Übernahme durch die Stadt Strausberg finanzielle Unterstützung, um seinen Fortbestand neben den anderen 63 Landeplätzen in Brandenburg zu sichern. Die Beteiligungsberichte der Stadt Strausberg weisen allein für den Zeitraum von 2008 bis 2017 eine Summe von 2,44 Mio. Euro als direkte Zahlungen aus der Kasse der Strausberger Eisenbahn an den Flugplatz aus.

Mit Hilfe dieser finanziellen Zuwendungen wurden beispielsweise im Jahr 2017 auf dem Flugplatz begonnen, ein Instrumentenlandesystem (ILS) aufzubauen, der Segelfliegerdamm eingefriedet, der Fuhrpark aufgefrischt und für 348.000 Euro ein neues Verwaltungs- und Feuerwehrgebäude errichtet. Auch in den Folgejahren erhielt der Flugplatz jährlich 250.000 Euro und im Jahr 2019 zusätzlich noch einen Investitionszuschuss in Höhe von 100.000 Euro von der Strausberger Eisenbahn, Geld das nun an anderer Stelle fehlt.

Ungeachtet dessen, dass die „großen Erfolge“ des Flugplatzes lediglich aus dem massiven Einsatz öffentlicher Gelder resultieren und diese Zuschüsse auch zukünftig notwendig sind, um den Fortbestand des Flugplatzes zu sichern, wurde die Einweihung des Instrumentenlandesystems in den wieder mit dem gewohnt großen Flugplatz-Erfolgsmeldungs-Tamtam gefeiert.

Wenn das Geld im Stadtkonzern nicht mehr reicht, muss es ja nicht unbedingt die Straßenbahn sein, die ihren Betrieb einstellen muss. Am Ende alles nur eine Sache der Prioritätensetzung.

Der Vorstand

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