Flugplatz-Engagement aufgegeben

Strausberg (moz) Die Strausberger Eisenbahn GmbH ist wieder alleiniger Eigentümer des Flugplatzes. Wie Geschäftsführer Andreas Gagel mitteilte, ist der Kaufvertrag mit der Flugplatz Strausberg Entwicklungsgesellschaft mbH vom 15. Januar 2008 mit Wirkung vom 30. Juni beendet worden: „Alle wechselseitigen Ansprüche beider Vertragsparteien sind damit erledigt.“

Vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise habe der russische Investor seine Prioritäten neu definiert. „Er möchte sich mit seinem Engagement in der Region auf das Schloss Wilkendorf konzentrieren“, so Gagel weiter.

Seinerzeit hatte die Strausberger Eisenbahn GmbH für den Verkauf von 26 Prozent der Anteile 1,2 Millionen Euro erhalten. Wie Andreas Gagel auf MOZ-Anfrage mitteilte, erhält die Investor „in Anlehnung an die Rückabwicklungsklausel des damaligen Vertrags 70 Prozent von der Strausberger Eisenbahn GmbH zurück.“ Die Weiterentwicklung des Flugplatzes sei dadurch aber nicht gefährdet, betonte er.

Neue Anteilseigner für den Flugplatz würden nicht gesucht, so der Geschäftsführer weiter. Allerdings seien Investoren, die sich auf den Baufeldern und Gewerbeflächen engagieren wollen, herzlich willkommen.

Quelle: MOZ online vom 02.07.2010

von Detlef Klemenz

Kommentar für: “Flugplatz-Engagement aufgegeben

  1. René Sklenar am 3. Juni 2013 at 11:02 schreibt:

    Flugplatzpoker – Das ging ja noch einmal gut ab!

    Nicht auszudenken, wenn der ehemalige Investor nicht ausgestiegen wäre. Wo wäre da die Planungssicherheit? Aber jetzt kann die Stadt Strausberg als Gesellschafter erst einmal wieder aufatmen. Natürlich wird der Flugplatz weiterhin viel Geld verschlingen. Da ist es an der Zeit auch mal nach langer Zeit an der Preisschraube zu drehen und das Landeentgelt anzuheben. Am Besten noch mit regulierender Wirkung – zu den üblichen Ruhezeiten könnte man ein deutlich höheres Entgelt erheben um den Schutz vor Fluglärm umzusetzen. Schließlich muss man sich auch die Frage stellen, in wie weit hier ein öffentlicher Zweck vorliegt und ob der Flugplatz noch der öffentlichen Versorgung dient. Lohnt es sich aus wirtschaftlicher Sicht noch, den Flugplatz Strausberg weiter zu entwickeln? Hier geht es schließlich auch um Steuergelder.

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