Lesermeinung zu „Flugplätze geraten ins Trudeln“

Seit Jahren schon „brummt es richtig“ am Flugplatz Strausberg, schreibt der Autor des Artikels. Ja es brummt! -kann man da nur Antworten! Und zwar richtig laut! Akustisch hat sich der Platz zur Lärmquelle Nummer 1 in Strausberg etabliert. So wird vor allem Sonntags den zahlreichen Anwohnern des von 3 Seiten mit Wohnbebauung umschlossenen Platzes durch meist schon sehr betagte Flugmaschinen beachtliches an Lärm geboten. Jeder Gedanken an Ruhe und Erholung wird hier durch die ungünstige Lage des lärmintensiven Platzes schon im Keim erstickt. Ein „brummen“ durch Einnahmen aus dem Flugbetrieb in der Stadtkasse, die durch Firmenverbund mehrheitlich die Beteiligung am Platz hält, wurde leider noch nicht erlebt und ist auch langfristig nicht abzusehen. Seit Jahren schon hängt der Flugplatz am Tropf der Stadtwerke. Ein Großteil der Gewinne, durch den Verkauf von Warmwasser, Heizung und Strom erzielt, wird sofort an den Flugplatz weitergereicht. Somit wird auf dem Flugplatz jede Flugbewegung durch die Mietnebenkosten der Einwohner der Stadt Strausberg hoch subventioniert. Meist wissen die Bürger der Stadt nicht einmal, wofür ihre Mietnebenkosten so alles verwendet werden. Ohne diese großvolumige Gewinnabführung würden auf dem Platz sofort die Lichter ausgehen. Jedoch könnten die dann freiwerdenden finanziellen Mittel, von der Stadt, sicher für sinnvollere und bürgernahe Aufgaben wie z.B. die zeitnahe Erneuerung des Fuhrparks der Straßenbahn eingesetzt werden. Ein Verzicht der Landesregierung auf die Rückzahlung der vor Jahren geflossenen Fördermittel in den Flugplatz, könnte die auf lange Sicht absehbare und sinnvolle Umwidmung des Platzes sicher beschleunigen. Schon heute steht der Flugplatz viel zu oft Plänen für zukünftige Stadtentwicklung im Weg.

Werner Schütze (Strausberg)

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