Allgemeine Luftfahrt soll Strausberg stärken

Freie Wiedergabe des Beitrages in der BAB vom Juli 2006

Nach der Schließung der Flugplätze Tempelhof und Tegel befürchten Gegner des Flugplatzausbaus eine Zunahme des „kleinen“ Geschäftsverkehrs nach Strausberg und die damit verbundene erhöhte Lärmbelastung durch Flugzeuge bis 14 t MOTW (Deutschlandweit gibt es derzeit ca. 164 Flugzeuge zw. 5,7 und 14 t MOTW). Befürchtet wird der klammheimliche Ausbau des Flugplatzes auf dem Rücken der Anwohner mit deren Stromgeld.

Der Geschäftsführer des Flugplatzes, Gagel, will den Platz mit alten und neuen Kunden zukunftssicher machen. Angestrebt wird die Bindung von Geschäftsflugzeuge mit mehr als 10 Passagieren, wie z.B. die Cessna 550 oder Cessna 560 (strahlgetriebene Flugzeuge). Das erhöht das Start- und Landegeld auf etwa 45,- Euro. Verwiesen wird von Gagel auf die Luftverkehrskonzeption des Landes Brandenburg nach der der Flugplatz Strausberg als regionaler Flugplatz auszubauen ist.

Gutachter Bartel bemerkt, dass der Lärm zweimotoriger Flugzeuge wesentlich kürzer ist und deshalb nicht so störend wahrgenommen werden sollte.
Nach Auskunft des Flugplatzbetreibers werden aus dem Gewinn der Stadtwerke nur investive Vorhaben auf dem Flugplatz realisiert. Die über den Flugplatz abgewickelten Steuern hätten der Stadt einen Gewinn von 200.000 Euro eingebracht. Lt. Gagel ist das Planfeststellungverfahren nicht abwendbar. Es könnte höchstens verzögert werden. Thierfeld steht hinter dem Flugplatzausbau, sieht aber auch das Lärmproblem.

F. Weber

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