Fluglärmreport 2014

Die Lärmbelastung im Umfeld des Strausberger Flugplatzes ist in den letzten Jahren durch eine Zunahme der Flugbewegungen, insbesondere an den Wochenenden weiter signifikant gestiegen. Auch wenn die Flugplatzbetreiberin behauptet, dass in 2014 nur eine geringfügige Erhöhung der Flugbewegungen zu verzeichnen war, so hat sich die Fluglärmsituation auch aufgrund der zunehmenden Flugbewegungen von Ultraleichtflugzeugen und der Platz-rundenflüge besonders an Wochenenden weiter verschlechtert.

Der Flugplatz hat sich mittlerweile zu einem Dienstleister für Hobbyfliegerei und teilweise wahrem „Freizeitgegurke“ entwickelt. Das ursprüngliche Ziel des mit öffentlichen Geldern durchgeführten Ausbaus des Flugplatzes -die Förderung der Geschäftsfliegerei- ist am Platz mehr und mehr in den Hintergrund getreten. Kein Wunder also, dass den Menschen im Umland des Strausberger Flugplatzes immer öfter Anlass gegeben wird, sich über Wochenendlärm, besonders laute Flugzeuge und rücksichtslose Fliegerei zu beschweren. Viele dieser Anwohnerbeschwerden stehen unter anderem auch im Zusammenhang mit gehäuften Überflügen über Wohngebiete in geringen Höhen.

Trotz unserer vielfacher Bemühungen und Hinweise waren weder die Betreiberin des Flugplatzes, noch die Bürgermeisterin Willens und/oder in der Lage, Maßnahmen einzuleiten, die geeignet gewesen wären, zu einer nachhaltigen Minderung des Fluglärms beizutragen. Im Gegenteil. Von beiden wird eine weitere Erhöhung der Flugbewegungen angestrebt, obwohl die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Menschen im Umland aber auch auf andere Wirtschaftszweige bekannt sind.

Inzwischen haben viele Stadtverordnete die Aktualität und Brisanz dieses Themas erkannt und versucht, mit einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung gegenzusteuern. Die Bürgermeisterin wurde im vergangenen Jahr beauftragt, effektive Möglichkeiten der Fluglärmreduzierung zu benennen und umzusetzen. Nach unserer Meinung erfüllen die von ihr erbrachten Vorschläge nicht einmal ansatzweise den zugrundeliegenden Beschluss. Die offensichtlich nicht auf das Ziel einer Reduzierung von Fluglärm ausgerichtete Erhöhung der Landeentgelte im letzten Jahr konnte, so wie von uns erwartet, auch diesbezüglich keine Wirkung erzielen.

Auch wenn man uns im letzten Jahr seitens der Bürgermeisterin, der Flugplatzbetreiberin und einiger Flugschulen mit Verboten zum Aushang von Plakaten, mit Vorenthaltungen von detaillierten Informationen zum Flugbetrieb und mit Androhung von Klagen bei Veröffent-lichung von lärmenden Flugzeugen daran hindern wollte konkrete Informationen zum Fluglärm in Strausberg öffentlich zu machen, wird uns dass auch in diesem Jahr nicht davon abhalten, fluglärmrelevante Informationen den betroffenen Bürgern zur Verfügung zu stellen!

Zur geplanten Einführung eines wetterunabhängigen IFR-An- und Abflugverfahrens werden wir zeitnah berichten.

Der Vorstand

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